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Saar-Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn weiterhin robust

Im Januar ist die Arbeitslosigkeit an der Saar wie auch im Bund abermals gestiegen. Das ist der saisonübliche Verlauf um den Jahreswechsel herum, der aber wie schon im Vorjahr erneut schwächer ausfällt als im langjährigen Mittel – obwohl weiterhin ukrainische Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt strömen und sich in den Jobcentern arbeitssuchend melden. Aktuell sind hierzulande 35.357 Menschen arbeitslos. Das sind 1.711 Arbeitslose mehr als noch im letzten Dezember und 1.738 mehr als im Januar 2022. Die Zahl der Arbeitslosen liegt damit am aktuellen Rand deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar an der Saar auf 6,7 Prozent (Januar 2022: 6,3 Prozent) und im Bund auf 5,7 Prozent (Januar 2022: 5,4 Prozent).

Im Ranking der Bundesländer zeigt sich damit auch weiterhin die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nur sechs Länder weisen eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,6 Prozent belegt, wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 10,5 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung diesmal recht einheitlich. So stieg die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland leicht von 4,5 auf 4,6 Prozent und im Bund von 4,3 auf 4,6 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen erhöhte sich hierzulande von 6,2 auf 6,5 Prozent und im Bund von 5,7 auf sechs Prozent. Die Ausländerarbeitslosigkeit machte den größten Sprung, was aber teilweise auch auf eine Änderung in der statistischen Zuordnung von Personen ohne Angabe zur Staatsangehörigkeit zurückzuführen ist. An der Saar stieg die Quote arbeitsloser Ausländer von 20,5 auf 21,8 Prozent. Im Bund von 14,7 auf 15,6 Prozent. Bis auf den Bereich der Jugendarbeitslosigkeit hinkt das Saarland damit dem Bund weiter in allen anderen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten an der Saar erhöhte sich im November 2022 gegenüber Oktober nicht weiter (neuere Daten liegen noch nicht vor). Das entspricht durchaus dem üblichen jahreszeitlichen Verlauf. Das aktuelle Beschäftigungsniveau verzeichnet mit 395.900 Stellen aber immer noch einen Zuwachs von 1.059 Stellen gegenüber November 2021. Auf das Jahr gerechnet ergibt das für das Saarland aber nur ein mageres Plus von 0,3 Prozent und damit zusammen mit Thüringen den drittletzten Platz im Länderranking. Noch schlechter schneiden nur Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Beschäftigung aktuell sogar rückläufig ist, ab. Der Bundesdurchschnitt liegt bei ordentlichen +1,4 Prozent.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar folgt dem saisonüblichen Muster. Trotz des unveränderten Zustroms ukrainischer Flüchtlinge fällt der Anstieg auch in diesem Jahr erneut schwächer aus als im langjährigen Mittel. Dies spricht dafür, dass der Saar-Arbeitsmarkt nach wie vor robust ist. Allerdings hat die Einstellungsbereitschaft der Betriebe infolge der anhaltenden Geschäftsrisiken zuletzt etwas nachgelassen. Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2023 im Schnitt daher nur mit einem Beschäftigungszuwachs von etwa 1.000 Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote dürfte wegen der fortgesetzten Migration ukrainischer Flüchtlinge leicht ansteigen, aber deutlich unter dem Niveau der letzten beiden Corona-Jahre bleiben. Voraussetzung dafür ist, dass die Politik zügig die Angebotsseite stärkt und eine Reform der Unternehmenssteuern in Angriff nimmt, um die Innovations- und Investitionskraft der Unternehmen nachhaltig zu stärken.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (31. Januar) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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